
Infos zum Spiel:
Autor: Rudi Hoffmann
Verlag: Amigo
Erscheinungsjahr: 2002
Spieleranzahl: 2 - 5
Altersempfehlung: ab 8
Spieldauer: ca. 45 Min.
So haben wir das Spiel bewertet:
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Gesamtnote: 6,43
Spielbeschreibung:
Das ist drin: 112
Spielkarten: 66 Indianerkarten, 34 Beutekarten, 12 leere Bug- und Heckkarten
So sieht's aus: Die
Karten sind, wie immer bei Amigo, gut verarbeitet und grafisch ansprechend
und zeigen verschiedene Arten von Indianern (mit Angabe der Kampfstärke
in zwei Farben) und Beutestücke.
Spielverlauf: Im
Spiel geht es darum, Karten zu ziehen und zu Booten zusammen zu legen.
Jeder Spieler versucht drei vollständige Boote zu bauen. Je länger
desto besser, denn dann passen viele Indianer und Beutestücke hinein.
Der Spieler, der an der Reihe ist,
kann Karten ziehen, bis:
- er eine erwischt, die schon in
seiner Bootsablage liegt,
- er den Lassowerfer, den Bogenschützen
oder den Indianer Verrückte Axt zieht,
- er ein Boot vervollständigt
hat oder
- er eine Karte gezogen hat, die
er nicht legen will oder kann, und sie deshalb auf den Ablagestapel legen
muss.
Die Fläche, in die er die
Karten ablegen kann, besteht aus drei Reihen mit bis zu 14 Karten (deswegen
sind die Karten in dem Spiel deutlich kleiner als sonst).
Für die Ablage gelten folgende
Regeln:
- In einer Reihe dürfen niemals
zwei Karten mit gleicher Abbildung liegen.
- Eine Karte in der Bootsablage
darf nicht mehr verschoben oder vertauscht werden (bis auf eine Ausnahme,
nämlich bei besonders großen Beutestücken).
- An eine Bogkarte darf links nur
eine Heckkarte gelegt werden.
- An eine Heckkarte darf rechts
nur eine Bugkarte gelegt werden.
- Ein Boot ohne Bug oder Heck oder
mit Lücken ist unvollständig.
- In einem Boot dürfen nur
rote oder nur schwarze Indianer sitzen (zumindest in der Spielalternative,
die wir getestet haben).
Wie schon oben angedeutet, gibt
es besondere Karten, die folgende Eigenschaften haben:
- Der Lassowerfer: Wer den Lassowerfer
gezogen hat, muss sofort eine Karte seiner Wahl aus einem unvollständigem
fremden Boot nehmen und in die eigene Ablage legen.
- Der Bogenschütze: Wer den
Bogenschützen gezogen hat, muss sofort eine Indianerkarte seiner Wahl
aus einem unvollständigem fremden Boot nehmen und in die ewigen Jagdgründe
schicken.
- Verrückte Axt: Wer verrückte
Axt gezogen hat, muss sofort ein eigenes vollständiges Boot seiner
Wahl aus seiner Ablage nehmen und in die ewigen Jagdgründe schicken.
- Das Indianertotem: Dieses ist
eine Schutzkarte. Wer das Totem in ein Boot legt, schützt dieses vor
gegenerischen Angriffen. Allerdings gelten zwei Besonderheiten. Verrückte
Axt schickte auch ein Boot mit Totem in die ewigen Jagdgründe und
der Lassowerfer kann das Totem klauen.
Neben den Indianerkarten gibt es
Beutekarten. Diese bringen bei der Endabrechnung Punkte. Einzelbeutestücke
10 Punkte, große dreiteilige Stücke bis zu 90 Punkten.
Als leztes Spielelement gibt es
den Angriff. Wer ein Boot vervollständigt hat, darf (muss also nicht)
sofort ein gegnerisches Boot angreifen, welches vollständig oder unvollständig
sein kann. Das eigene Boot muss dabei eine höhere Kampfstärke
(Werte stehen unter den Indianern) als das angegriffene Boot haben.
Die Beutekarten aus dem angegriffenen
Boot kann man in seine Ablage legen, die restlichen Karten landen in den
ewigen Jagdgründen.
Hat der Spieler durch das Anlegen
der Beutekarten ein weiteres Boot vervollständigt, kann er nochmals
angreifen.
Spielziel: Ein
Spieler, der sein drittes Boot vervollständigt hat, kann das Spiel
beenden. Beendet er es, dann wird gewertet. Ein Spieler muss spätestens
mit dem fünften vollständigen Boot in seiner Ablage das Spiel
beenden. Das Spiel endet auch, wenn keine Karten mehr im Zugstapel liegen.
Fazit: Mich
persönlich haben zwei Dinge an dem Spiel gestört. Zum einen braucht
es auch bei den kleinen Karten noch eine Menge Platz. Bei unseren Probepartien
wurde zum Glück nie die volle Breite von 14 (!!!) Karten ausgenutzt,
sonst hätten wir wohl anbauen müssen.
Zum anderen kann es vorkommen,
dass ein Spieler einfach ewig dran ist und zieht, und zieht, und zieht....
Auf die Dauer fand ich das langweilig (zwei Mitspieler haben das anders
gesehen, s. Wertung).
Pluspunkte gibt es von mir für
die Grafik, die ist echt gelungen.